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Die Aufgaben und die Struktur des Technischen Hilfswerks
T wie Technik, H wie helfen, W wie weltweit.
Sicher ist Ihnen das THW ein Begriff, ob aus dem Fernsehen, der Zeitung oder
vom Ortsverband in Ihrer Nähe. Wir helfen bei Eisenbahnunglücken,
Hochwassern oder den unterschiedlichsten Unglücksfällen im Inland,
bei denen kompetente Hilfe gebraucht wird. Wir retten Menschen und Tiere aus
Gefahrenlagen und bergen bedrohte Sachwerte. Wir überbrücken
vorübergehend ausgefallene Versorgungseinrichtungen, leisten
Räumungsarbeiten und richten Wege und Übergänge her.
Das THW
Wir helfen immer dann, wenn unser Können und unsere technisch hochwertige
Ausstattung benötigt werden, um die Folgen von Katastrophen und
größeren Schadensereignissen oder schweren Unfällen zu
bewältigen.
Im Rahmen seiner überörtlichen Einsatzstruktur unterstützt da
Technische Hilfswerk die lokalen Kräfte anderer Hilfsorganisationen und
Behörden auf vielfältige Weise.
Seit 1963 setzen Bundesregierung, Europäische Union (EU) und
UN-Flüchtlingskommissar (UNHCR) das THW im Ausland ein, wenn es darum
geht, die Not der Menschen nach Erdbeben und Überflutungen, bei
Trockenheit und nach Kriegen zu lindern.
Einheiten
Der ,,Technische Zug'' ist die Basiseinheit eines jeden Ortsverbandes.
Er umfasst einen Führungstrupp, zwei Bergungsgruppen
und mindestens eine Fachgruppe.
Neben den beiden Bergungsgruppen gibt es verschiedene Fachgruppen für
unterschiedliche technische Aufgaben:
- Die Fachgruppe Infrastruktur ermöglicht weitgehend die
Versorgung mit Strom und Wasser und stellt auch die Abwasserentsorgung sicher.
- Mit Hilfe von schwerem Gerät arbeitet die Fachgruppe Räumen
bei der ,,schweren'' Bergung und der Räumung zusammen mit den
Bergungsgruppen.
- Die Fachgruppe Wassergefahren rettet mit Booten Menschen und Tiere,
versorgt die Bevölkerung überfluteter Gebiete und unterstützt
Damm- und Deichsicherungsarbeiten.
- Die Fachgruppe Ortung spürt Verschüttete auf, damit diese
gerettet werden. Mit Hunden, elektronischem Gerät und Fachwissen sucht sie
Leben unter Trümmern.
- Als ,,mobiles Elektrizitätswerk'' liefert die Fachgruppe
Elektroversorgung Strom mit Aggregaten bis 175 kVA und repariert notfalls
Versorgungsanlagen.
- Bei Überflutungen von Gebäuden und Anlagen hilft die
Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen.
- Die Fachgruppe Trinkwasserversorgung bereitet Wasser auf und
fördert, lagert und transportiert es.
- Die Fachgruppe Brückenbau des THW errichtet Übergänge
und Brücken.
- Ist bei einem Unglück ein Ölschaden größeren
Ausmaßes entstanden, kommt die Fachgruppe Ölschaden zum
Einsatz.
- Zur Führung vieler THW-Einheiten im Einsatz dient die Fachgruppe
Führung/Kommunikation.
- Die Helferinnen und Helfer der Fachgruppe Logistik sind
zuständig für Materialerhaltung und Beschaffung sowie für die
Versorgung der Helfer.
- Weiterhin gibt es die Schnell-Einsatz-Einheit für
Bergungseinsätze im Ausland (SEEBA), deren Helferinnen und Helfer
hochspezialisiert und binnen weniger Stunden per Lufttransport weltweit
eingesetzt werden.
Vorteile des ,,Modularen Systems''
Der Einsatz des Technischen Zuges (TZ) erfolgt in der Regel nicht als
geschlossene Einheit.
Die Gruppen sind einsatztaktisch und einsatztechnisch weitgehend
eigenständig (modulares System) und werden im Zugrahmen geführt.
Gleichwohl besteht eine gewisse personelle und materielle Abhängigkeit
der einzelnen Gruppen untereinander. Sie arbeiten nach taktischen und
technischen Erfordernissen zum Teil eng zusammen.
Der Technische Zug, bestehend aus 1 Zugtrupp und 3 Gruppen, hat
grundsätzlich eine Stärke von 1/10/29=40(+20).
Das heißt: 1 Zugführer, 10 Unterführer, 29 Helfer sowie
zusätzlich 20 Reservehelfer bilden den Zug. Gruppenstärke ist je
-/3/9/=12(+6).
Ausnahmen bilden die Fachgruppen Brückenbau, Trinkwasserversorgung
Ölschaden und SEEBA. Hier wurde die Stärke wegen der zu erwartenden
Verwendung im Ausland erhöht.
Im Einsatz ist ein Ausrücken der einzelnen Gruppen als
Schnelleinsatzgruppe bereits ab einer Stärke von -/1/5=6 vorgesehen.
Die Nachführung von weiterem Personal bis zur Sollstärke von
-/3/9 plus 6 Reserve = 18 Personen ist als Potential zu sehen, aus dem
aufgabenorientiert qualitativ bzw. quantitativ die Einsatzmannschaft
zusammengestellt oder die Ablösung - bis hin zum Drei-Schicht-Betrieb -
organisiert wird.
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