Aschau im Chiemgau, 12.01.2019, von Karl Watzlawick (Fachberater THW) / Peter Müller

Schneechaos im Landkreis Rosenheim

Dauereinsatz in den Gemeinden Sachrang und Aschau

Ohne Pause von den vorhergehenden Einsätzen wurde das THW Bad Aibling erneut gefordert. 

Diesmal wurde die Unterstützung in einem Dauereinsatz über das ganze Wochenende erforderlich.

Aufgrund der massiven Schneefälle waren in den letzten Tagen bis zu 650 Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen hauptsächlich in den Gemeindebereichen von Aschau und Sachrang tätig. 

Hierbei unterstützte das THW Ortsverband Bad Aibling zusammen mit dem OV Rosenheim und Schongau über mehrere Tage mit bis zu 80 Einsatzkräften und technischem Gerät z. B. bei der Räumung von gefährdeten Hausdächern, der Freilegung von Wasserabläufen und Gullys sowie auch zu Material- und Gerätetransporten jeglicher Art.

Besondere Herausforderungen stellten sich unseren Helfern dabei beim Beräumen eines Daches mit einer großen Photovoltaikanlage sowie beim Erreichen der zugewiesenen Objekte über stark verschneite, auf eine Spur verengte Straßen mit verschütteten Gehwegen und minimalen Möglichkeiten die Fahrzeuge nahe dem Einsatzort abzustellen.

Mit zeitweise bis zu drei Gruppen waren die Helfer an verschiedenen Stellen unterwegs. Schneehöhen von 1,80m wurden gemessen und beräumt. Die Zusammenarbeit und Koordination mit der Feuerwehr Pitzing funktionierte hier besonders gut.

Ebenfalls konnte die Gefährdung betroffenen Gebäude sowie daraus resultierend eine priorisierte Abarbeitung der Einsatzaufträge durch die fachkundigen Einschätzung unseres Bau-Fachberaters unterstützt werden. 

Die Örtliche Einsatzleitung sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz übernimmt bei großen Schadenslagen die Führung und Koordination der Einsatzkräfte und war im Landratsamt Rosenheim tätig. Auch hier sind unsere Fachberater während der gesamten Zeit ebenfalls tätig und fest eingebunden. Hauptaufgabe ist hier die Beratung der Einsatzleitung über die Einsatzmöglichkeiten und das Potential des THW mit den örtlichen sowie auch überregionalen Kräften. 

Aufgrund der widrigen Umstände durch starke Schnee- und Regenfälle sowie den enormen körperlichen Belastungen wurden alle Helferinnen und Helfer an die körperlichen Grenzen gebracht. Dennoch wurden alle Einsatzaufträge mit hohem Engagement erfüllt.

Glücklicherweise wurde der Einsatz am Sonntagabend trotz der hohen Gefährdungen und anstrengenden Arbeiten ohne Unfälle abgeschlossen und alle konnten wohlbehalten wieder an die Standorte zurückkehren. 

 

 

 


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