Stephanskirchen 16.08.2018, von OVB - pil/jre

Großeinsatz nach Schmorbrand

Pressemeldung OVB Online KEINE VERLETZTEN, 50000 EURO SACHSCHADEN nach Schmorbrand bei der Firma Bierbichler

Ein Schmorbrand bei der Firma Bierbichler am späten Montagabend hat ein Großaufgebot von Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten nach sich gezogen. Zunächst wurde befürchtet, dass Ammoniak ausgetreten war; hier konnte jedoch bald Entwarnung gegeben werden. Verletzt wurde niemand.

Stephanskirchen – Im Aggregatshaus des Unternehmens in der Hofmühlstraße in Stephanskirchen war es laut Polizeibericht am Montag gegen 21 Uhr und später gegen 22 Uhr zu Verpuffungen gekommen. Wie sich bei den Untersuchungen von Feuerwehr und Kripo später herausstellte, war die Ursache hierfür ein Schmorbrand. Dieser sei nach bisherigen Erkenntnissen wohl aufgrund eines technischen Defekts im Gebäude ausgebrochen und richtete Sachschaden in Höhe von mindestens 50 000 Euro an. Die Untersuchungen zur Brandursache führt die Kriminalpolizei durch.

Da erste Meldungen von einer Explosion und dem Austritt von Ammoniak sprachen, wurden von der Leitstelle mehr als 30 Einzelalarme für Feuerwehr, Rettungsdienste und THW ausgelöst. Die Einheiten kamen dabei nicht nur aus der Stadt Rosenheim und den hiesigen Wehren, sondern auch aus dem weiteren Umland. So wurden auch ABC-Trupps aus Prien und Bernau sowie Fachpersonal alarmiert.

Da sich die Feuerwehr zunächst ein Bild von der Lage machen musste, wurden die Rohrdorfer Straße und die Hofmühlstraße zeitweise gesperrt. Auch die Bahnstrecke Rosenheim - Salzburg war am Montag zwischen 22.30 Uhr und 23.15 Uhr komplett gesperrt, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Anfrage bestätigte.

Zunächst war man davon ausgegangen, dass einer der beiden Hochspannungstransformatoren der Auslöser sei. Daher wurde ein Fachmann des Bayernwerks aus dem Berchtesgadener Land angefordert. Das Ergebnis: an den Trafos lag es nicht. Vielmehr war der Schaden in der Niederspannungsverteilung entstanden, die laut Kreisbrandrat Richard Schrank wegen eines Schmorbrandes ausgefallen war. Die Trafos wurden abgeschaltet.

Weil aber der Betrieb wegen der großen Tiefkühlräumlichkeiten und dem Bereich „Lebendfisch“ ganz wesentlich von der Stromversorgung abhängt, wurde schließlich noch das Technische Hilfswerk (THW) alarmiert, um die Stromversorgung mit einem Aggregat sicherzustellen.

Wegen des befürchteten Austritts von Ammoniak mussten zu Beginn des aufwendigen Einsatzes zudem die Beschäftigten der Nachtschicht untersucht werden. Dazu standen fünf Rettungswagen und zwei Notärzte bereit. Die Untersuchungen ergaben keine Beeinträchtigungen bei der Belegschaft, wie der Einsatzleiter des Rettungsdienstes des BRK, Harald Moser, erklärte.

Am Dienstag lief dann ab 5 Uhr Früh ein größerer Einsatz von THW-Einheiten, schilderte Christopher Grüwell, Fachberater des THW Rosenheim, die Situation. Mannschaften des THW Rosenheim, Bad Aibling, München Mitte und Markt Schwaben halten bis auf weiteres die Stromversorgung für den Betrieb mit Aggregaten aufrecht, so Grüwell. 

Pressebericht OVB vom 16.08.2018 - pil/jre



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